Gedenken an Sliman Hamade

Am Samstag, den 5. März, fand in Berlin-Schöneberg eine Demonstration zum Gedenken an Sliman Hamade statt. Polizei- und Staatsgewalt immer wieder thematisierend zogen die bis zu 400 Demonstrationsteilnehmer_innen vor die Polizeiwache in der Hauptstraße und hielten dort nach einer Gedenkminute eine wütende Kundgebung ab.

Während der Demonstration kam es zu Ereignissen, über deren Konsequenzen weiter zu diskutieren sein wird. So stießen die übereifrigen Ordner oder die zeitweise Teilnahme einer Gruppe unter anderem mit Thor Steinar-Kleidung vielen Teilnehmer_innen selbstverständlich auf. Die Demonstration mobilisierte ungewöhnlich breite Kreise, was in der Vorbereitung zu organisatorischen und inhaltlichen Missverständnissen führte. Einiges konnte während der Demonstration angesprochen und geregelt werden.

Das Bündnis, das die Demonstration organisiert hatte, bestand neben Verwandten Sliman Hamades aus linksradikalen und Menschenrechts-Gruppen sowie Angehörigen des vor mehr als zwei Jahren ebenfalls von Berliner Polizisten ermordeten Dennis J.
Nach einer Reihe von Veranstaltungen gegen Polizeigewalt im letzten Jahr und einer kraftvollen Demonstration Ende Januar war die Gedenkdemo ein weiterer Schritt in Richtung eines gemeinsam geführten Kampfes gegen staatliche und rassistisch motivierte Repression. Bis wir allerdings die Stärke besitzen, angemessen auf Staatsgewalt zu reagieren, sind noch viele weitere Schritte notwendig.

Wir als out of control werden weiterhin an diesem Prozess teilnehmen und rufen jede_n dazu auf, in diesem Kampf aktiv zu werden.
No justice: no peace!