Solidarität mit den kämpfenden Flüchtlingen!

Die Situation von Flüchtlingen in Europa lässt sich nur als katastrophal bezeichnen. Sie sind tagtäglich Rassismus ausgesetzt, werden auf der Straße beleidigt, in Lagern untergebracht, dürfen ihren Landkreis nicht verlassen (Residenzpflicht) und werden mit Essensgutscheinen abgespeist. Zudem werden sie kriminalisiert und ihre Fingerabdrücke sowie weitere Daten werden in Zentralregistern gesammelt. Auch wenn der Rassismus in Europa viele Gesichter hat, ihnen wird fast überall unmissverständlich gezeigt: Ihr Flüchtlinge seid hier nicht willkommen! Noch schlimmer sind die Anstrengungen, die die EU unternimmt, damit möglichst erst niemand unkontrolliert nach Europa einreist. Die Grenzschutzagentur Frontex mordet an den Außengrenzen und verkauft ihr Treiben der Öffentlichkeit auch noch zynisch als “Hilfe” für in Seenot Geratene.

We will rise! Selbstorganisierte antirassistische Kämpfe von Flüchtlingen wenden sich seit jeher gegen diese Zustände. Von Würzburg ausgehend, hat sich seit März ein Kampf mit neuer Qualität entwickelt. Mit dem Flüchtlingsmarsch konnte in Eigenregie ein kraftvolles Zeichen gegen deutsche Zustände und die europäische Flüchtlingspolitik gesetzt werden. Der Kampf hat mit einer bundesweiten Großdemo in Berlin aber keinen Abschluss, sondern nur einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Uns lacht das Herz, wenn wir sehen, dass sich die Flüchtlinge ihrer Unterbringung in Lagern verweigern und sich der Verwaltung entziehen, die sie ihrer Würde als Menschen beraubt. Sie lassen sich nicht einschüchtern, sei es von brutalen Polizeischergen oder von nicht uniformierten Rassist_innen. Sie kämpfen und streiken für ein gutes Leben und haben unseren Respekt und unsere Unterstützung verdient.

No nation, no border …