Malte Lühmann, Volker Eick

Überwachung von oben: Satelliten und Drohnen als Instrumente europäischer „Sicherheitspolitik“

Die Akteure einer neuen „Sicherheitsarchitektur“ der EU kämpfen an vielen selbst gewählten Fronten: Vor Somalia gegen die vermeintliche Piraterie, im Mittelmeer gegen illegalisierte Migration und innerhalb der eigenen Grenzen gegen „Terrorismus“ und politischen Aufruhr.
Erdbeobachtungssatelliten und Drohnen gehören zu den neuen, hochkomplexen Werkzeugen für dieses nationalstaatlich wie global grenzenlose sogenannte „Krisenmanagement“, das zurzeit entwickelt und erprobt wird. Die jüngst intensivierte, vor allem „zivile“ europäische Sicherheitsforschung, aber auch die Militarisierung der Weltraumpolitik sind zwei Bereiche, in denen dafür Milliarden von Euro investiert werden. Anhand dieser Beispiele wollen wir einigen grundlegenden Fragen zu den Implikationen europäischer „Sicherheitspolitik“ nachgehen.